Glanz ist in der kleinsten Hütte

 


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Donnerstag 4. bis Samstag 6. & Mittwoch 10. bis Samstag 13. Februar 2016 · 20:30 Wiederaufnahme
WARTUNGSARBEITEN Ein musikalischer Theaterabend
Gemeinsam mit vier Musikern der Express Brass Band macht sich Lorenz Seib auf die Suche nach einer verlorenen Tugend: Dem Warten. Die Musiker sind eigentlich unterwegs nach New Orleans, doch am Bahnhof von Niederbreitenbach verpassen sie den Anschlusszug. Festgesetzt im Warteraum tun sie das, was sie am besten können: Sie machen Musik. Und mit einem Mal senken sich die Neonlampen von der Decke herab, baut sich hinterm Schalterfenster eine Nebelwand auf und auch der Plan mit den Abfahrtszeiten entwickelt ein merkwürdiges Eigenleben. Der starrsinnige Getränkeautomat lässt sie „Money back“ singen und die Sehnsucht nach dem Ziel ihrer Reise so manchen Blues. Währenddessen stopfen sie ihre Socken, neiden sich ihren Proviant und vergessen mehr und mehr die Zeit. Der Wartesaal wird langsam zur Ersatzheimat und das Ziel der Reise rückt in immer weitere Ferne.
Eintritt € 20, - / erm. € 13, - Reservierung  089.34 58 90


Freitag 19. & 26. Februar 20:30 SUZIE DIAMONDS UND KÄPTN WHEELCHAIR RETTEN DIE NACHT
von & mit Susanne Plaßmann, Manuel Dengler, Maximilian Dorner
Die Kreuzfahrtpassagiere warten auf das legendäre Captain's Dinner, inklusive einer fulminanten Show. Nur die in ihrer Mobilität eingeschränkten Passagiere haben ein kleines Problem: nämlich die Stufen hinauf zum Kaiserin-Elisabeth-Saal... Aber Käptn Wheelchair und Stewardess Suzie Diamonds retten die Nacht mit ihrer Ausweichshow im Margot-Honecker-Raum! Mit tatkräftiger Hilfe am Klavier des sonst als „Mädchen-für-Alles“ arbeitenden Küchenjungen. Die drei geben ihr Bestes, um ihre Gäste trotz allem zu unterhalten: mit Liedern, Szenen und Beobachtungen aus ihrem Leben als Frau, Ausländer und Rollstuhlfahrer ... politisch korrekter geht es nicht. Inklusion at its best!
Eintritt € 20, - / erm. € 13, - Reservierung  089.34 58 90


Samstag 20. & 27. Februar 20:30 Uhr KANN ICH IHNEN HELFEN? Ein Film-Theater-Abenteuer
mit
Catalina Navarro Kirner Regie Christine Neuberger
Im Kassenhäusel des alten Atlantik Filmpalastes lebt Mimi Bretzl beschaulich im Gestern. Ein zartbitter-komischer Theaterabend mit vielen unvergessene deutschen Tonfilmschlagern. „Kleine Einblicke in die in vielfältiger Form erscheinende Einsamkeit in der Großstadt, bei denen die Tragikomik eines Charles Chaplin Pate stand, und die Kirnerin mit Witz und Wandlungsfähigkeit intelligentes Vergnügen bereitet.“ (AZ)
Eintritt € 20, - / erm. € 13, - Reservierung  089.34 58 90


Premiere 16. März 2016 weitere Vorstellungen 17. - 26. März & 13. - 30. April · jeweils Mi - Sa 20:30
SCHAD UM DIE HASEN. OBWOHL.
von Beate Faßnacht
mit Maria Peschek · Judith Huber · Catalina Navarro Kirner · Burchard Dabinnus · Helmut Dauner · Axel Röhrle · Christoph Theussl Regie Lorenz Seib
Bühnenbild Claudia Karpfinger, Lorenz Seib Kostüme Ann Poppel Licht Barbara Westernach Regieassistenz Lukas Baueregger Ausstattungsassistenz Katharina Schmidt Verlag S.Fischer Produktion TamS
Eintritt € 20, - / erm. € 13, - Reservierung  089.34 58 90

Eine Kneipe im Irgendwo. Vier Männer und zwei Frauen mit klaren Rollenverteilungen: die Chefin erteilt die Kommandos, die Bedienung Anni führt sie aus. Die Männer trinken Wein und Schnaps, reden über dieses und jenes. Dann steht eine Fremde im Raum. Die alles vergessen will und sich nicht erinnern kann. Was will die hier und woher kommt sie? Man ist irritiert. Die Fremde ist weit weniger fremd als es scheint. Kaum denkt man, sie sei verschwunden, ist sie schon wieder da. Oder ist sie eine andere? Die dumpfe Gemeinschaft gerät aus dem Gleichgewicht und driftet gefährlich in Richtung Untergang. Obwohl.

Beate Faßnacht (Sofort Heiraten · Virgin Wool) schreibt in einer ganz eigenen Sprache über Perversion und Brutalität, Sensationsgier und Fremdenhass. Doch sie stellt sich nie darüber, blickt nie von außen oder gar oben herab auf ihre Figuren, sondern setzt sich gleichsam zu ihnen in die Kneipe. Sie setzt den Zuschauer ihren Figuren aus, dass es zum Gruseln ist. Und zum Lachen.