Süddeutsche Zeitung, 6. November 2010 Schön böse

"Virgin Wool" ist ein abgründig-komischer Text irgendwo zwischen Loriot, Jon Fosse und dem absurden Theater. Immer wieder läuft eine Antilope vorbei, Sinnbild für den Eindringling, den störenden Dritten. Sie bedroht die Zweisamkeit des Paares, das nie eines sein durfte...
Silke Geertz und Lorenz Claussen hocken auf zwei Stühlen, er im braunen Cordanzug, sie in einer Scheußlichkeit von rosa Schurwollpulli, und glotzen ins Publikum. (...) Jedes Wort, jeder Blick, jede Geste und jede Fußstellung ist präzise. Drückt Einsamkeit aus. Eine subtile Inszenierung eines doppelbödigen Textes. Florian Welle

Münchner Merkur, 6. November 2010: ...Kurze, an Fragen des anderen vorbeizielende Sätze. Lapidare, sich selbst genügende Antworten. Wortkaskaden mit insistierenden Wiederholungen. Silke Geertz und Lorenz Claussen bringen diese an Ionesco und Beckett ausgerichtete Sprache so durchgestaltet hervor, dass menschliche Existenz in ihrer bitter-komischen Absurdität spürbar wird. Malve Gradinger

 

 

 

        

 

 

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