Glanz ist in der kleinsten Hütte

 


 

Der Spielplan

Das Haus

Die Presse

Das Archiv

Die Leute

Der Förderverein

Die Koordinaten

Die Grenzgänger

 

 

 

 

 

 


Maria Peschek DAHOAM IS NIMMER DAHOAM

Süddeutsche Zeitung, 10. Mai 2010 Lakonie und tiefere Bedeutung ... Es wurde in der Regie von Cornelius Gohlke ein herrlich verrückter Abend. … Helmut Dauner feuert als Sommerfrischler im Strohhut ein sinnfreies und lautreiches Schwäbisch-Stakkato ab. Christian Buse gleitet mit dem Überstreifen eines BH´s in die Rolle der Mutter, die unter ihrer eigenen Bosheit leidet. Burchard Dabinnus schaut als Riesenbaby so herrlich trutschig aus seiner halbblinden Brille, wie später als Wilderer aus einem Guckloch im Landkarten-Flickerlteppich....Catalina Navarro Kirner lässt – den wahren Sitz der Liebe begreifend – die Röcke fallen und agiert wunderbar uneitel in diesem Schauspiel, das über das Leben und sich selbst lacht. Und dabei auch hintersinnig boshaft werden kann… Wenn es etwas wie einen dadaistischen Bauernschwank gibt, lakonischen Nonsense mit vielen möglichen Bedeutungsebenen darunter, dann ist er hier gelungen.

Münchner Merkur, 8. Mai 2010 An Rumser hat's do Maria Pescheks flirrend hinspintisierte Groteske entpuppt sich als faszinierender Bankert aus Achternbusch und Komödienstadl, als dramatischer Wolpertinger unreinsten Wassers... Nein, das ist keine wohlfeile kabarettistische Parodie des Seppl-Theaters, sondern eine herrlich hirnrissige Collage, die sämtliche Mythen der Heimattümelei wie auch die Klischees ihrer Kritik zur Dekonstruktion bavaroise verrührt...."Aus unserem Hoamatl", raunzen die Wilderer, "hams an Vergnügungspark gmacht" – und in dem hat tatsächlich der Irrwitz ein Zuhause: Da fuchteln der Girgl (Christian Buse) und der Lenz (Burchard Dabinnus) mit einer monströsen Flinte, aber er ist eben wirklich zum Schießen, dieser Heimatabend des Grauens, an dem dann auch noch eine rappende Prinzessin (Nadine Salomon) mit Rehkrickerl am Kopf erlegt wird. Waidmannsheil!

<< zurück zur Übersicht