Glanz ist in der kleinsten Hütte

 


 

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KEINE PANIK

frei nach dem Roman Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams

 

Abendzeitung, 5. Mai 2012 Roland Emmerich im Taschenformat

lm kleinen TamS ist "Keine Panik!" aus "Per Anhalter durch die Galaxis" ganz groß.

Irrsinnig ist es "Per Anhalter durch die Galaxis", den ersten von fünf Bänden der vierteiligen Trilogie von Douglas Adams, auf die kleine Bühne zu quetschen. Aber Regisseur Lorenz Seib begann hier als Techniker und weiß, was geht. Schon mit der Thomas-Bernhard-Zubereitung "Das Schlimmste vom Besten" hat er wirkungsvoll vorgeführt, wie gute Spezialeffekte in die kleinste Hütte passen. Die Geschichte beginnt - "fast zweitausend Jahre, nachdem ein Mann an einen Baumstamm genagelt worden war, weil er gesagt hatte, wie fantastisch er sich das vorstelle, wenn die Leute zur Abwechslung mal nett zueinander wären" - mit dem Untergang der Erde, die einer kosmischen Umgehungsstraße weichen muss. Der Witz basiert auch darauf, dass er die Unnettigkeiten des Erdendaseins in die Unendlichkeit des Alls vergrößert und mit den Mitteln der Fantastik von Science-Fiction Satire treibt. Wichtigstes Requisit ist der interaktive Reiseführer für Anhalter durch die Galaxis. Titel: "Keine Panik!" Für seine gleichnamige und nur einstündige Bühnenfassung skelettierte Seib die Handlung. Aber den drei Darstellern (Anastasia Papadopoulou, Helmut Dauner, Axel Röhrle) gelingt die amüsante Rekonstruktion des lässig eloquenten Tonfalls. Begeisternd ist die Verspieltheit, mit der Seib das Universum zu einem perfekt funktionierenden Bausatz von Roland- Emmerich-Filmen für den Hausgebrauch miniaturisiert. Ein hübscher Beitrag zu einem Jahr, für das der Maya-Kalender den Weltuntergang kündet.  Mathias Hejny

Theaterkritiken.com,  27. April 2012  Weltgeschichte in sechzig Minuten

Lorenz Seibs Inszenierung war ein gelungener Spaß, der es nicht unterließ, die Genialität des Autors Douglas Adams sichtbar zu machen… In seiner Fassung wurde mit Techniken aus Hörspiel, Film, Musik und Theater auf der Bühne hantiert. Er realisierte die geplanten Vorgänge mit einfachsten Mitteln und ließ die Zuschauer an der Entstehung der Effekte teilhaben. Die z.T. erstaunliche Simplizität, auch der Ergebnisse, hatte eine wunderbare, ureigene und überraschende Komik, die durchgängig erheiterte. Hinzu kam der eigenwillige, intelligente Witz und eine Sprache, die bisweilen sehr britisch daherkam… Kongenial passte sich das Trio Anastasia Papadopoulou, Helmut Dauner und Axel Röhrle ein, … Je schräger die Rolle, je skurriler die Aussage, umso mehr riss das Spiel mit, sprach an, machte die sechzig Minuten zu einem spannenden, heiter-witzigen Theaterabend… Es war ein gelungener Abend voller Über-raschungen und Einsichten. Lorenz Seib und seinen Mitstreitern ist etwas gelungen, was eigenständig existieren kann und keines Kommentars bedarf. Gratulation! Wolf Banitzki

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